Untergrundvorbereitung

Diese Seite druckenKlicken Sie hier, um einen Freund auf diesen Link aufmerksam zu machen!

Gut geprüft und vorbehandelt!

Die fertige Oberfläche ist nur so gut, wie es ihr Untergrund zulässt. Deshalb prüfen Sie Ihren Untergrund sorgfältig. Der Untergrund muss maßhaltig (ausreichend eben, fluchtgerecht, waagerecht oder im geplanten Gefälle) und technisch (tragfähig, sauber, trocken, formbeständig, frei von haftungsmindernden Bestandteilen) sein, um einen einwandfreie Oberfläche darauf erstellen zu können.


Wie überprüft man die Festigkeit/ Tragfähigkeit eines Putzes?

Organische Beschichtungen müssen vorher entfernt werden. Die Prüfung im trockenen und feuchten Zustand bringt mehr Sicherheit. Bei mehrlagigem Aufbau können mit der Drahtbürste Festigkeitsunterschiede festgestellt werden.

Die Festigkeit wird durch Ritzen oder Eindrehen eines Schraubenziehers überprüft. Dringt er nicht oder nur wenig ein, ist der Altputz tragfähig genug.

Dringt der Schraubenzieher leicht oder tief ein, ist die Tragfähigkeit nicht hoch genug: der Putz muss entfernt werden.



Wie überprüft man Hohlstellen bei einem Altputz?

Die gesamte Fläche muss geprüft werden, insbesondere im Bereich von Rissen. Ein Baugerüst muss für die Prüfung stehen. An West- und Ostseiten muss besonders kritisch geprüft werden.

Die Putzfläche wird mit Draht oder dünnem Metallstab abgefahren. Alternativ kann mit einem Hammer abgeklopft werden. Im Bereich von Hohlstellen zeigt sich ein dumpfer Klang.

Hohlliegende Bereiche müssen abgeschlagen werden. Bei vielen Hohlstellen ist es meist rentabler, den gesamten Putz abzuschlagen.



Wie erkennt man die Beschaffenheit einer Deckbeschichtung?

Wenn Beschichtungen (Anstriche oder Putze) bei der Sanierung nicht entfernt werden sollen, muss man deren Art, organisch, mineralisch,wegen Haftung und Verträglichkeit der neuen Beschichtung, ermitteln.

Organische Anstriche erweichen oder zeigen starke Rissbildung unter Einwirkung einer Flamme (z.B. Lötlampe). Der typische Geruch von organischen Bindemitteln ist ein weiteres Indiz. Bei organischen Putzen ist evtl. eine längere Flammeneinwirkung erforderlich.

Kalk-Zement-Putze zeigen kein Reaktion auf die Flammeneinwirkung.



Wie überprüft man die Haftung einer organisch gebundenen Deckschicht?

Wenn Beschichtungen (Anstriche oder Putze) bei der Sanierung nicht entfernt werden sollen, muss man deren Haftung zum Untergrund (Altputz) überprüfen.

Bei Farbanstrichen auf groben Untergründen oder dicken organischen Beschichtungen kann die Haftung mit Hilfe eines Messers oder einer Spachtel geprüft werden.

Bei glatten Flächen Gitterschnittprüfung durchführen: - Fläche von 10 x 10 cm in Quadrate von 2 x 2 mm einschneiden. - diagonal abbürsten - wenn mehr als 80 % haften bleiben, ist der Anstrich haftend.



Wie überprüft man die Abreißfestigkeit von neuen Putzen/ Mörteln auf alten Anstrichen oder Putzen?

Wenn organische Beschichtungen oder Putze mit mineralischen Putzen überarbeitet werden sollen, muss die Abreißfestigkeit des vorhandenen Putzes und die Haftung des neuen Putzes geprüft werden.  

Vorher fest haftende alte Farben oder Putze, können nach dem Beschichten mit einem Kalk- Zement-Putz (Armierungsmörtel) vorübergehend oder dauerhaft ihre Haftung zum Untergrund/ Altputz verlieren (Verseifung)!

Die Fläche von ca. 50 x 50 cm wird mit Armierungsmörtel ca. 5 mm dick beschichtet (z.B. mit weber.therm family KS grob). Das dazugehörige Gewebe (weber.therm Textilglasgittergewebe) wird mittig (mindestens 2 mm Überdeckung einhalten) eingebettet und an der Unterseite ca. 50 cm heraushängen gelassen. Nach 1 Woche wird das Gewebe senkrecht zur Wand abgezogen.

Die Haftung ist ausreichend bei Abriss innerhalb des Armierungsmörtels. Die Haftung ist unzureichend beim Abriss auf der vorhandenen Beschichtung oder beim Abriss der Beschichtung vom Altputz/Untergrund.



Wie bestimmt man das Saugverhalten eines Untergrundes?

Die Notwendigkeit
- von Grundierungen, die das Saugverhalten reduzieren
- des Vornässens des Untergrundes
- des Einsatzes von speziellen Mörteln mit verbesserter Haftung ergibt sich aus der Bestimmung des Saugverhaltens.

Die Fläche wird mit Spritz- oder Wasserflasche genässt.
- Fall a) Wasser wird schnell auf gesaugt, läuft kaum nach unten ab = stark saugend
- Fall b) Wasser wird aufgesaugt, läuft dabei nach unten ab = saugend

- Fall c) Wasser wird kaum aufgesaugt, läuft schnell nach unten ab = schwach saugend
- Fall d) Wasser perlt ab = nicht saugend